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Trocknung: das Herzstück des Prozesses

Das Trocknen des Holzes ist einer der schwierigsten Prozesse. Hier weist die Parkettherstellung große Ähnlichkeiten mit der Kultivierung anderer Naturmaterialien auf, wobei das Endergebnis beträchtliche Auswirkungen auf die Qualität und den Preis hat: Beispiele hierfür sind Wein und Kaffee.

Die Trocknung kann nicht forciert werden. Unterschiedliche Holzarten benötigen unterschiedliche Trocknungszeiten. Die Abmessungen und der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes vor der Trocknung spielen eine wichtige Rolle. Das Trocknen von Holz ist eine Wissenschaft für sich. Kährs wendet zwei Trocknungstechniken an. Die Experten unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeiten ständig an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Trocknungstechniken.

„Das Trocknen ist unser kritischster Prozess. Wenn wir die Trocknung nicht richtig durchführen, hat das Konsequenzen für die späteren Schritte in der Produktion. Bei Parkettfußböden müssen wir das richtige Feuchtigkeitsverhältnis zwischen den Mittellagestäbchen und der Oberfläche einhalten. Wenn dies nicht gelingt, werden die Dielen konkav oder konvex", sagt Torbjörn Lagesson, der Produktionsleiter von Kährs.

Wir haben in den letzten Jahren viel mit Lufttrocknung gearbeitet, um gute Qualität zu erzielen. Wir können die Naturgesetze nicht ändern!

Torbjörn Lagesson, Produktionsleiter im Sägewerk von Kährs

Die Naturgesetze können nicht geändert werden

Nach dem Sägen kann der Feuchtigkeitsgehalt bis zu 90 % betragen. Die Nutzschicht der einzelnen Dielen muss aber einen Feuchtigkeitsgehalt von 6 % haben, wenn die Dielen zusammengefügt werden.

„Wir messen den Feuchtigkeitsgehalt vor, während und nach dem Trocknen, um die Qualität des Holzes sicherzustellen, bevor wir es weiterleiten“, sagt Lagesson, der erklärt, dass Lufttrocknung oft besser ist, weil sie zu weniger Rissbildung und Verfärbung führt.

„Wir haben in den letzten Jahren oft Lufttrocknung durchgeführt. Lufttrocknung ist wichtig, um gute Qualität zu erzielen. Lufttrocknung kann nur schwer von einem industriellen Prozess nachgeahmt werden. Wir können die Naturgesetze nicht ändern!“

In Schweden ist Lufttrocknung nur von Ende März bis Mittsommer möglich. Das Klima lässt zu anderen Jahreszeiten keine Lufttrocknung zu. „Lufttrocken“ bedeutet, dass das Holz einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 20 % hat.